E-Mails auf’s Smartphone

5. Juli 2011 - Autor: Markus Conrad

E-Mails auf ein Smartphone umzuleiten ist im Zeitalter von leistungsfähigen Handybetriebssystemen und Internetflatrates kein Problem. Was muss man aber tun, um seine E-Mails auf einem Smartphone zu empfangen und trotzdem noch auf den heimischen Rechner via POP herunterzuladen? Noch dazu wenn man einen etablierten, kostenlosen E-Mail-Account bei einem Freehoster wie z.B. GMX besitzt.

Wichtig hierbei ist es zu wissen, dass man bei diesem Kostrukt mit zwei Übertragunsprotokollen für E-Mails, nämlich POP und IMAP umgehen muss. Bei POP werden Mails vom Server des Hosters komplett abgerufen bzw. zum Client übertragen, bei IMAP verbleiben die Mails auf dem Server und es kann z.B. eine Vorschau auf den Mailinhalt dargestellt werden. Gerade bei GMX ist aber nun das Problem, dass POP kostenlos zum E-Mail-Account dazugehört, die Nutzung von IMAP jedoch bezahlt werden muss. Nutzt man nun auch noch Google’s Androit Betriebssystem, besitzt man gezwungenermaßen auch noch einen Google-Mailaccount.

Eine Lösung könnte, wie auch die Abbildung (zum Vergrößern anklicken!) verdeutlicht, in folgendem Konstrukt liegen: Man stellt im GMX-Account eine neue Filterregel auf, die eine Weiterleitung von Kopien neuer Mails ermöglicht. Als Adresse dieser Weiterleitung hinterlegt man seine Google-Mailadresse. Sein Smartphone konfiguriert man nun so, dass Mails von Google via IMAP abgeholt werden. Somit liegen die Orginalmails weiter auf dem GMX-Mailserver (es werden ja nur Kopien weitergeleitet) und können, in ungelesenem Status, normal per POP vom heimischen Rechner abgeholt werden.

Die Ausführungen beziehen sich bis hierhin nur auf die Abholung von Mails. Wenn man nun Mails vom Smartphone versenden will, wäre es natürlich schön, wenn diese auch als Absenderadresse die Mailadresse hätten an die der Sender ursprünglich seine Mail geschickt hat (also …@gmx.de und nicht …@googlemail.com). Hierzu kann bei Googlemail eine frei wählbare Absenderadresse hinterlegt werden, so dass alle Mails die über Google gesendet werde automatisch umgelabelt werden. Der Empfänger kann somit nicht sofort sehen, dass die Mail über Googlemail verschickt wurde (außer wenn er sich die Headerinformationen der E-Mail anschauen würde, was der normale Nutzer aber normalerweise nicht macht).

Um die ganze Sache noch rundzumachen, kann man nun eine Kopie der vom Smartphone gesendeten Mail an seine eigene Mailadresse bzw. GMX-Account schicken. Bei GMX dann noch eine Filterregel einstellen die da lautet “schicke alle Mails mit meiner eigenen E-Mailadresse als Absender in den Ordner ‘gesendete Objekte’ und zwar im Original. So hat man seine gesamte Korrespondenz auch auf seinem lokalen Rechner und kann bei Bedarf auch seine verschickten Mails rekonstruieren.